Venenoperationen beim Krampfaderleiden

In unserer Praxisklinik werden alle etablierten Therapieverfahren der Venenheilkunde angeboten.

Minimal invasive Verfahren wie Endolaser eignen sich besonders für leichte bis mittelschwere Krampfadern.

weitere Infos unter

www.venengesundheit.at

www.venenratgeber.de

TIPPS FÜR GESUNDE VENEN

Regelmäßige Bewegung wirkt unterstützend und ist sinnvoll. Verschiedene Sportarten eignen sich bei Venenleiden besonders: Schwimmen, Radfahren und z.B. auch Nordic-Walking.

Statische Kraftsportarten werden eher nicht empfohlen. 

Übersicht und moderne Therapiemöglichkeiten

Es ist mir wichtig, dass Sie als interessierter Patient der sich für eine Behandlung informiert wissen, dass obwohl es mehrere Methoden zur Behandlung des Krampfaderleidens gibt, nicht eine einzige Methode allen Anforderungen in der klinischen Praxis gerecht werden kann.

Nur der erfahrene Facharzt, der alle Methoden anwendet und zuvor eine exakte Diagnostik erstellt, wird die für Ihren individuellen Fall beste Behandlungsmethode auswählen können. Das kann einmal die Operation, eine Katheter-Technik wie Endolaser oder in einem anderen Fall die ultraschallgezielte Schaumverödung sein.

Im folgenden habe ich für Sie ausführliche Informationen zum Krankheitsbild, zu den Venenbehandlungen und Operationen und den dafür erforderlichen Voruntersuchungen zusammengestellt.

Chronische Venenkrankheiten gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in der westlichen Welt.
Rund 50% aller Erwachsenen – 25% der Frauen, 15% der Männer unter 50 Jahren und mehr als 50% der über 50-Jährigen – leiden an Krampfadern, die prinzipiell in beinahe jedem Teil des Körpers auftreten können. Am häufigsten finden sich Krampfadern in der Wade bzw. an der Beininnenseite zwischen der Leistengegend und dem Knöchel. Sie sind nicht nur unansehnlich und unangenehm, sondern können Schwellungen in den Knöcheln und Beinen hervorrufen und sind oft mit Schmerzen verbunden.
Ohne Behandlung können die Symptome zu massiven Hautveränderungen und in 1% der Fälle sogar bis zum offenen Bein führen. Das Risiko, Venenentzündungen oder Thrombosen zu erleiden, ist wesentlich erhöht.

Besondere Risikofaktoren, die zur Entstehung von Krampfadern beitragen, sind genetische Faktoren, Fettsucht, Schwangerschaft, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sowie Berufstätigkeit oder Hobbys, die längeres Stehen erfordern, aber auch frühere Venenerkrankungen wie Thrombosen (Verstopfung einer Vene infolge Bildung eines Blutgerinnsels).

Eine Hauptursache für Krampfadern ist die venöse Rückflusserkrankung, verursacht durch undichte oder „inkompetente“ Klappen in den großen Stammvenen, die im Bein von der Leistengegend bis zum Knöchel und an der Rückseite der Wade verlaufen. Sind die Venenklappen geschädigt, fließt das Blut nicht mehr zum Herzen hin, sondern in die Venen zurück (venöser Reflux). Der dadurch entstehende erhöhte Druck in den Venen bewirkt, dass die Beine schmerzen, anschwellen und ermüden. Außerdem ist er ein Auslöser für sichtbare Krampfadern.

Die Farbduplex-Ultraschalluntersuchung stellt heute den Goldstandard zur Beurteilung der Beschaffenheit und des Flussverhaltens der Venen der unteren Extremität dar. Es wird damit eine exakte anatomische Kartierung von Veränderungen der untersuchten Venenabschnitte ermöglicht.

Nach der Ultraschalluntersuchung kann dann ein genauer Behandlungsplan ausgearbeitet werden und die Ergebnisse der Behandlung werden damit vorhersehbar.

Dem Spezialisten für Venenerkrankungen (Phlebologe) steht heute eine große Palette an konservativen und operativen Therapieverfahren zur Verfügung.

Die Kompressionsbehandlung hat nicht nur einen therapeutischen Effekt (z.B. zur Behandlung eines Venenleidens bei einem venösen Ulcus), sondern kann auch vorbeugend eingesetzt werden (z.B. Stützstrumpf bei stehendem Beruf, in der Schwangerschaft) Industriell gefertigte Kompressionsstrümpfe aus hochwertigen Materialien und in nahezu allen Farben werden angeboten, sie können den Abfluss des venösen Blutes beschleunigen und den Stoffwechsel im Bein verbessern.

Bei den operativen Verfahren ist die stadiengerechte Varizenoperation mit Unterbindung der Stammvene in der Leiste/Kniekehle und das Entfernen der erkrankten Venenabschnitte seit über 100 Jahren und bis heute ein erprobtes Verfahren mit guten Langzeitergebnissen. Besonders durch das von mir angewandte invaginierende  Stripping ist es auch sehr schonend durchführbar, da das umgebende Gewebe maximal geschont wird. Es kann heute auch unter Tumeszenzanästhesie mit Dämmerschlaf bei nur geringer Gewebetraumatisierung durchgeführt werden. Man ist sofort nach der Operation wieder mobil und kann seinen täglichen Verrichtungen wieder nachgehen. Die PatientInnen müssen sich nur einige Tage schonen.

Das Therapiespektrum ist in den vergangenen Jahren durch die minimalinvasiven endovaskulären Verfahren erweitert worden.

Es sind dies die Radiowellentherapie und die Lasertherapie sowie die ultraschallgezielte Schaumsklerosierung .

Der Ablauf einer endovenösen Behandlung der Stammvenen wird wie folgend beschrieben ausgeführt.

Unter Verwendung des Duplex-Ultraschalls wird der Verlauf der erkrankten Venen zuerst an der Haut über der Vene markiert. Ein dünner Katheter wird dann über einen kleinen Hautstich in die erkrankte Vene eingeführt und am Rückweg die erkrankte Vene durch aktive Wärmeübertragung geschrumpft. Die behandelte Stammvene  wird sich dann nach einiger Zeit von selbst auflösen. Es entstehen praktisch keine Narben, die Behandlung ist nicht schmerzhaft und erfolgt ambulant. Sichtbare Seitenastkrampfadern werden in der gleichen Sitzung über kleine Stichinzisionen mittels spezieller Häckchen entfernt (sogenannte Miniphlebektomie).

Vor jeder Behandlung erfolgt eine ausführliche Untersuchung mit dem Ziel die in ihrem individuellen Fall am besten geeignete Behandlungsmethode auszuwählen.